Dienstag, 14. Oktober 2014

Eisenhütte Augustfehn


Ein neues Restaurant?

Wenn ich diese Frage stelle, ist ein Besuch meistens direkt mit eingeplant. In unserer etwas ruhigeren, ländlichen Region passiert sowas ja eher selten. Obwohl die Neueröffnung in den sozialen Medien regelmäßig dokumentiert wurde, habe ich das Ganze irgendwie dann doch verschlafen. :-) 


Als ich dann in einem Gespräch nur gute Worte gehört hatte, fiel mir wieder ein, dass mein Besuch schon lange überfällig war. Den habe ich dann auch schleunigst nachgeholt und ein paar Freunde mit ins Boot geholt.

Ein Blick auf die Lokalität


Sie ist sozusagen das Wahrzeichen des Ortes Augustfehn: Die Eisenhütte.
Für die Neueröffnung wurde das historische Kesselhaus umgebaut. Die Betreiber haben sich beim Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes definitiv Mühe gegeben:

Bei einem Besuch am Abend wird das Gebäude von Strahlern hell erleuchtet, die Fenster mit modernen Farben ausgeleuchtet. Moderne und Tradition: mag ich! 

Im Inneren wurden alte Elemente an ihrem ursprünglichen Platz belassen. Dies gibt dem Ganzen eine wunderbare Atmosphäre. 

Da ich bei meinem Besuch leider vergessen habe Bilder zu knipsen, wurden mir diese freundlicherweise von den Betreibern auf Anfrage zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Ein Blick von außen auf das erleuchtete Gebäude

Gemütliche Atmosphäre




Blick von der Treppe



Masse statt Klasse? Zum Glück umgekehrt.


In vielen Restaurants der Umgebung platzen die Speisekarten beinahe von der Menge der angebotenen Speisen. Die Eisenhütte tritt diesem Trend zum Glück etwas entgegen. Meines Erachtens stehen genügend Gerichte auf der Karte, einige werden es aber möglicherweise als zu wenig empfinden.

Aber das Beste ist: Alle Produkte werden von regionalen Erzeugern beschafft, das Gemüse ist saisonal und auch die Kuchen werden selbst gebacken. 

Da mich draußen auf der handbeschriebenen Tafel bereits ein Gericht in seinen Bann gezogen hatte, habe ich mich dann eher auf die Getränke konzentriert. Wenn ich Dry Aged Beef in Verbindung mit Burger lese, hätten mein Gehirn und mein Bauch ohnehin nichts Anderes zugelassen. ;-)

Ich entschied mich natürlich für den Eisenhütten Burger mit Bacon, eingelegter Zucchini und Rucola. Dazu gab es selbstgemachte Burgersauce. 

Da der Titel "Bester Burger der Welt" immer sehr stark von der eigenen Definition abhängt (David von Schlaraffenwelt.de hat hier etwas sehr lesenswertes zu geschrieben), sage ich dies nun mal nicht. Auf meiner persönlichen Skala rangiert der Eisenhütten Burger allerdings auf dem ersten Platz. 

Das Medium gebratene Dry Aged Beef mit seinem runden Aroma hätte mir persönlich alleine schon fast gereicht. Die leicht säuerliche Note der Zucchinis und der würzig-herbe Geschmack des Rucolas runden diesen Burger allerdings perfekt ab. Das Brötchen vom in der Nähe befindlichen, qualitativ hochwertigen, Bäckers tut seinen Dienst ebenso und macht den Burger zu dem, was er ist: der Beste bisher! Vor allem wenn man hier noch den guten Preis von 12,50€ mit in die Betrachtung nimmt. Ich habe für Schlechteres schon mehr bezahlt.

Die Pommes waren leider etwas zu salzig, aber auch das ist meistens Geschmackssache und am Ende sowieso nur Beiwerk. 

Prachtstück :-)



Die anderen Personen am Tisch hatten Rumpsteak und Schnitzel, ebenfalls sehr gut angerichtet und geschmacklich super. Ich entschuldige mich für die fehlenden Bilder! 

Zum Service: Die Getränke dauerten leider etwas zu lange. Es sei aber dazugesagt, dass der Laden sehr voll war. Freundlichkeit und alles Andere waren aber spitze. 

Ich komme wieder

Alles in Allem überzeugt mich persönlich das Konzept der neuen Eisenhütte. Regelmäßige Ausstellungen von Kunstobjekten, zwischendurch Live-Musik und wirklich tolle Küche. Wenn die Betreiber in dieser Form weiter machen, wäre ich wirklich froh, denn diese Art Gastronomie fehlte mir in unmittelbarer Nähe. Manchmal kommt nach der anfänglichen Euphorie gerne mal der altbekannte Trott und die Dinge werden nicht mehr richtig angepackt. Kann ich mir allerdings nicht vorstellen. 

Preislich ist die Eisenhütte meines Erachtens ebenfalls fair, auf keinen Fall zu teuer. Für gutes Essen bin ich gerne bereit Geld auszugeben. 

Also weiter so, liebes Team in der Eisenhütte und vielen Dank nochmal für die Fotos!

Ich kann euch für nähere Informationen die Webseite ans Herz legen. Sehr übersichtlich und gut gestaltet. Abschließend noch ein kurzer Überblick:

Eisenhütte Augustfehn
Täglich ab 9.00 Uhr geöffnet
Stahlwerkstr.17b
26689 Augustfehn
Tel 04489-9428190
Fax 04489-9428191
info@eisenhuette.com
www.eisenhuette.com
facebook.com/eisenhuettenturm

Donnerstag, 28. August 2014

Drei sind besser als einer...


..dachte ich mir jedenfalls vorhin bei der Betrachtung meiner noch übrigen Cracker und den Überlegungen zu deren weiteren Verwendung (Essen natürlich). Da ich noch einen Becher Joghurt mein Eigen nennen konnte, wuchs in mir der Gedanke, den Crackern ein gemütliches Bad in einem Dip zu spendieren. 

Die Entscheidung

Da ich mich dann doch ungern entscheide, wollte ich zwei Dips machen. Also habe ich die Dipschälchen aus dem Schrank gekramt und durfte feststellen, dass auf der dazugehörigen Holzplatte normalerweise drei Schälchen stehen. Puh.. ;-) Also dann doch drei Dips.

Die Entstehung

Die Entscheidung war also gefallen, stellte sich nur noch die Frage: Was für Dips überhaupt?

Als bereits ausgewiesener Fan von anrührbarem Bruschetta stand der erste Kandidat quasi ohnehin schon fest. Kandidat Nummer zwei und drei waren dann schon etwas komplizierter.

Der Blick auf meinen Vorrat an Gemüse schaffte allerdings für den zweiten Dip dann direkt Abhilfe:

Eine einsame Lauchzwiebel wartete nur darauf, verwendet zu werden.

Die Nummer 3 war nach dem Blick auf gefunden, als ich den Knoblauch entdeckte.

Die Durchführung

Als ersten Schritt habe ich den Becher Joghurt in drei Portionen aufgeteilt und ein paar Kräuter zum Garnieren gehackt.

Aus Sicht der Vorbereitung ist wohl der erste Dip am einfachsten: Schnell die Bruschetta-Mischung mit etwas Wasser und gutem Olivenöl zu einer Paste anrühren und mit dem Joghurt vermengen.

Dip Nummer 2 ist ebenfalls schnell gemacht: Frühlingszwiebel in kleine Ringe schneiden und mit dem Joghurt vermischen. Noch etwas Salz und Pfeffer dazu und fertig ist er.

Für den dritten im Bunde habe ich nur ein Viertel einer Knoblauchzehe genommen, da ich ohnehin noch genügend Knobi für meinen eingelegten Feta gebraucht habe. Um etwas Schärfe mit einzubringen, ist noch ein TL Chilipulver mit reingekommen. Daher auch die etwas gewöhnungsbedürftige Farbe. :-)



Für einen gemütlichen Abend auf dem Sofa

Montag, 25. August 2014

Eingelegt und draufgelegt..

Zugegeben: Hier war es in letzter Zeit etwas (zu) ruhig. Dies lag aber mehr daran, dass ich umgezogen bin, als dass ich die Lust am Bloggen verloren hätte. Nach erfolgreichem Umzug durfte ich mich nun etwas an eine neue (übrigens sehr schöne und moderne) Küche gewöhnen und kann auch endlich wieder ins Internet.

Als ausgewiesener Freund von Spinat in jeglicher Form und Nudelliebhaber zählt dieses Rezept zu einem meiner neuen Lieblinge.

Was ihr braucht?

200g Nudeln
200g Feta
Spinat nach Belieben
2-3 Zehen Knoblauch
1/2 rote Zwiebel
3EL Olivenöl
getrocknete Kräuter
Pfeffer

Es beginnt mit dem Zerbröseln des Feta's in kleine Stückchen. Anschließend werden die Knoblauchzehen und die Zwiebel klein gehackt. Dies wird nun mit dem Olivenöl, den Kräutern (in diesem Fall habe ich nur Petersilie und Schnittlauch genommen. Schmeckt auch sehr gut mit Basilikum) und dem Pfeffer in einer Schüssel vermengt.

Der eingelegte Feta nach ca. 12 Stunden

Am besten schmeckt es, wenn man den Feta einen Abend vorher einlegt und ihn etwas ziehen lässt.


Auf den Fotos habe ich Rahmspinat genommen, weil ich keinen Blattspinat mehr da hatte. Wenn ich Blattspinat habe, blanchiere ich ihn wenige Sekunden und schrecke ihn in Eiswasser wieder ab. Dann bleibt er schön grün. Danach wird er dann, noch etwas nass, leicht in der Pfanne angedünstet.

Nebenbei kocht ihr die Nudeln nach Packungsanweisung.

Dann nur noch anrichten, servieren und genießen!

Nudeln, Spinat und Feta - drei leckere Komponenten vereint.

Mittwoch, 14. Mai 2014

Spießig: Entrecôtestreifen auf Brötchenstücken

Nachdem ich heute beim Fleischer meines Vertrauens dieses schöne Entrecôte hab liegen sehen, musste ich einfach zuschlagen. Dass mir nicht ganz so klar war, was ich damit anstellen soll, ist mir dann erst nach dem Kauf bewusst geworden. Daheim angekommen fiel mir dann aber zum Glück das Brötchen von heute Vormittag auf. Kurzer Drucktest, Ergebnis: Hart wie Stein. Na toll!

Also habe ich mich erst einmal anderen Dingen zugewendet und gegrübelt, was ich mit dem guten Stück Rindfleisch machen soll. Der Einfall kam zum Glück dann doch recht bald: Ich erinnerte mich an das Blog-Event von Ninas kleinem Food-Blog. Für dieses Event war sie auf der Suche nach spießigen Rezepte. Teilnehmen darf alles was aufgespießt ist. Also war doch noch Verwendung für das alte Brötchen, yeah!

Blog-Event: Für Spießer!


Wäre da nicht noch das Problem mit dem Format gewesen.. Ein großes Brötchen, ein größeres Stück Entrecôte und dazu noch auf einem Spieß? Hm, klingt irgendwie nach: Schwierig. Ich beschloss also, in etwas kleineren Dimensionen zu planen und siehe da: das passt!

Auf der Zutatenliste landeten dann

  • 1 Brötchen
  • 50g würzige Butter
  • 1 rote Zwiebel
  • 100g Entrecôte
  • Salz und Pfeffer
  • 20 Minuten Zeit

Da nur die äußere Schicht des Brötchens sehr hart war, befreite ich es bis auf die Oberseite von den hart gewordenen Bestandteilen und zerteilte es in sechs kleine "Burgerbrötchen".


Das Fleisch habe ich dann aus dem Kühlschrank geholt und langsam auf Zimmertemperatur kommen lassen. Währenddessen habe ich dann die Würzbutter gemacht und die Zwiebel in kleine Ringe geschnitten, zudem kam die Pfanne auf den Herd und konnte schonmal heiß werden.

Die Pfanne war heiß, etwas Öl darin ebenfalls. Perfekte Voraussetzungen also um das Steak in die Pfanne zu hauen. Kurz von beiden Seiten anbraten (so wie mans dann letztendlich am liebsten mag) und auf einen Teller zur Ruhe kommen lassen. In der Ruhezeit können die Oberseiten der Brötchenstücke kurz über dem Toaster noch etwas aufgefrischt werden. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.

Das Steak jetzt noch auf die passende Größe zuschneiden und auf das mit Butter fertig bestrichene Brötchen legen. Einen Zwiebelring drauf platzieren, die Oberkappe drauf und mit dem Spieß bzw. Zahnstocher fixieren. Schön als Snack/Fingerfood für einen gemütlichen Abend mit Freunden.



Dienstag, 13. Mai 2014

Würzige Butter

Für ein anderes Vorhaben musste ich heute eine schnelle und würzige Butter "zusammenbasteln".

Also habe ich meinen Gewürzschrank geöffnet und mir ein paar schöne Gewürze herausgekramt. Das Ergebnis hat mich so sehr überzeugt, dass ich es in Zukunft öfter machen werde. Ich habe jetzt nur eine kleinere Menge gemacht, daher müssten die Mengenangaben relativ individuell interpretiert werden. Werde ich demnächst auch mal zum Grillen machen. Zu Rindfleisch schmeckt sie jedenfalls sehr sehr gut.

Ihr braucht:

  • 50g Butter
  • getrocknete Chilis
  • Salz
  • etwas Petersilie
  • ein paar Spritzer Zitrone
  • Paprikapulver
  • Knoblauch
Die Butter muss am besten etwas weich sein. Nun können die getrockneten Chilis etwas gemahlen werden, die Petersilie gehackt und der Knoblauch gepresst werden. Anschließend zusammen zur Butter geben und alles mit der Zitrone, dem Salz und dem Paprikapulver vermengen. Das war's schon. Das ganze Unterfangen hat bei mir keine 10 Minuten gedauert und das Ergebnis lohnt sich.



Sonntag, 11. Mai 2014

Meine Top5 Gewürze

Helden der Küche


In der alltäglichen Küche begegnen sie uns immer wieder: Gewürze.
Ohne diese Erzeugnisse aus Pflanzen etc. würde unser Essen meistens eher weniger gut schmecken. Nach dem Kochen von unzähligen Mahlzeiten haben sich mit der Zeit ganz klar ein paar Favoriten herauskristallisiert, welche ich wirklich oft benutze und meinen Mahlzeiten damit den letzten Schliff verpasse. Da sie unser Essen jedes Mal aufs Neue zu etwas besonderem machen, ist es Zeit, ihnen die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie letztendlich verdienen. Daher stelle ich nun im Folgenden meine Top5 Gewürze vor.


Knoblauch

Viel muss ich sicherlich nicht zum Knoblauch schreiben. Bei vielen Leuten schrillen die Alarmglocken schon sobald sie hören, dass Knoblauch drin ist. Liebhaber schwören natürlich drauf. Er hat einfach ein relativ schlechtes Image, der gute Knoblauch.

Bei viel Menschenkontakt sollte man es natürlich auch nicht übertreiben. Ich finde aber, dass Gerichte wie Spaghetti alio e olio oder Knoblauchbrot definitiv zu den leckersten Sachen gehören, wie man mit dieser weißen Knolle zubereiten kann. Zudem werden dem Knoblauch ja auch ein paar gute Wirkungen zugeschrieben, was ja auch nicht allzu schlecht ist. ;-) Sollte man es doch mal übertrieben haben, so sollen Ingwer und Petersilie dagegen helfen.


Knoblauch
Multitalent: der Knoblauch

 

Curry(pulver)

Zugegeben: Curry ist ja nicht ganz richtig, aber sehen wir das mal nun nicht ganz so dramatisch. ;-)

Currypasten, Currypulver, ein indisches Curry, Thai Curry. Es gibt so viele Dinge, die man hiermit kochen kann. Die Liste könnte ich noch etwas fortführen. Gewissermaßen fällt zum Teil wohl auch die Currywurst mit hierunter. Ich mag es auch gerne im Hackfleisch für eine Hackfleisch-Tomatensauce. Kann ich nur empfehlen!

Curry
Vielfältig: Curry

Paprika

Überwiegend nehme ich es, um daraus Gewürzmischungen herzustellen. In diesen ist es aber meistens ein wichtiger Bestandteil.Vor allem im Bereich der Grillgewürzmischungen und Marinaden.

Daher hat auch das Paprikapulver den Sprung in meine Top Five geschafft. Ebenfalls sehr gut: Paprikagulasch.

Paprika
Auch als Pulver super: Paprika

Pfeffer

Weiß, schwarz, rot, grün: Die Farbvielfalt beim Pfeffer spiegelt in etwa auch seine Fähigkeiten wieder: sehr vielfältig. Die Symbiose aus Schärfe und Aroma sind für mich beim Pfeffer ungeschlagen. Deswegen ist er wohl auch eines der am meisten verbreitesten Gewürze in dieser Welt. 
Man kann fruchtigen Gerichten eine pikante Note verleihen oder Kurzgebratenem den letzten Schliff. Eine Sauce mit grünen Pfefferkörnen verleiht jedem Steak eine schöne Note.

Am besten finde ich ihn aber frisch gemahlen.


Pfeffer
Bunt und scharf: Pfeffer

Salz

Der Mensch würzt ja nahezu alles mit diesem weißen (oder wie auch immer man die Farbe hier nennen mag :) ) "Gold". Bei vielen Herstellungsprozessen ist es gar fast unentbehrlich. Dass in nahezu jedem Restaurant ein Salzstreuer steht, zeigt gewissermaßen auch seinen Stellenwert in unseren Essgewohnheiten. Daher gehört das Salz auch definitiv in meine Top5. Meine Favoriten mit Salz: Laugenstangen oder ganz einfach: ein Stück Knäckebrot mit Butter und frisch gemahlenem Meersalz.

Überall vertreten: Salz




Da ich sie alle gleich toll finde, ist die Reihenfolge in diesem Fall kein Indikator für das Lieblingsgewürz.

Was sind denn eure Lieblingsgewürze?

Mittwoch, 7. Mai 2014

Kocht sie wirklich am besten? Ein Review.

Nachdem man das ja generell auch immer seine eigene Mutti sagt, musste ich zugreifen als ich das Magazin "mutti kocht am besten" im Zeitschriftenhandel meines Vertrauens hab liegen sehen. Nun bin ich nach zwei Wochen endlich mal dazu gekommen, das gute Stück komplett durchzuforsten.

Mit 4,50€ ist auch der Preis spitze. Das Bookazine wurde von den Journalistenschülern im Bauer Verlag konzipiert und umgesetzt. Gute Vorzeichen also: Aus der Zielgruppe in die Zielgruppe sozusagen.

Alleine das Cover ist schon fantastisch (Quelle: http://www.mutti-magazin.de)
Wenn der Titel mich dann im Wording auch noch so herausfordert (niemand kocht besser als meine Mutti!), das Layout frisch und frech gestaltet ist und die Haptik eines guten Magazins mehr als würdig ist, dann erwarte ich vom Innenleben natürlich auch ein wenig gute Unterhaltung. Und die ist definitiv gegeben.

Baking Bread? Yes, ve gan!


Wortspiel um Wortspiel schlängelt sich durch das Bookazine. Mein größter Favorit war die Ableitung meiner absoluten Lieblingsserie "Breaking Bad". Als ich das "Baking Bread" gelesen habe, musste ich in der Tat lange schmunzeln. Auch "Yes, ve gan", in Anlehnung an die Worte von Barack Obama, musste ich mit einem Lacher feiern.

Heisenberg lässt grüßen ;)

Tipps und Tricks, Schritt für Schritt

Es gibt wirklich ein paar gute Tipps von mutti. Hilfreich fand ich vor allem die Tipps zum Thema "Suppe versalzen - was tun?". Vielleicht kann ich es in Zukunft mal gebrauchen, auch wenn ich mich eher selten an Suppen versuche. Ganz klasse auch: die richtige Einteilung eines Kühlschrankes. Da habe ich mir ehrlich gesagt noch nie so wirklich Gedanken drüber gemacht. Der Käse sollte bspw. oben liegen, Gemüse eher unten.

Auch die bebilderten Rezepte samt Step-by-step Anleitungen habe ich als sehr ansprechend empfunden und die Sauce Hollandaise direkt mal nachgemacht.

Sehr schöne Bilder, die Lust aufs Kochen machen.

Interessante Artikel

Als Freund von gutem Bier und leckerem Fisch fand ich auch die beiden thematisch hierzu passenden Artikel recht spannend. Im Artikel über eine Biersommeliere werden u. a. auch die verschiedenen Biersorten (Hell, Pilsener, Dunkel usw.) einander gegenüber gestellt, aufgezeigt welches Bier zu einem passen könnte und deren eigene Charakteristika thematisiert.

Beim Artikel über den Fisch wird über den harten Knochenjob des Fischfangs in Alaska berichtet und zudem gezeigt, welche Fische man hinsichtlich Überfischung etc. eher als andere Fische genießen sollte.
Guter Artikel über den Fischfang

Gute Worte, gute Bilder, guter Inhalt. Mein Fazit.


Nicht nur der gute Umgang mit Worten zeichnet das Magazin aus. Auch die Bilder sind eine Augenweide. Dies gepaart mit den guten Schritt-für-Schritt Anleitungen und den guten Rezepten ist das Magazin auch für Kochanfänger gut geeignet. Für diese gibt es auch im Glossar noch ein paar gute Informationen.

Beim Thema Geschmack wird für alle etwas geboten, da wird also jeder auf seine Kosten kommen.
Ich konnte für mich selbst einige gute Rezepte herausfiltern und werde bald natürlich alle davon einmal testen. Selbstverständlich berichte ich dann wieder von den Ergebnissen! :-) Der Burger steht bspw. steht Sonntag in einer Woche auf meiner ToDo-Liste.

Kurz und knapp: Ich kann dieses Magazin jedem ans Herz legen, der sich ein wenig für das Kochen interessiert und sich dafür in Zukunft mehr interessieren möchte. Es gibt frische und kreative Ideen, die teilweise auch relativ schnell umsetzbar ist.

Eigentlich werde ich eher selten euphorisch bei Magazinen, "Mutti" hat es aber dieses Mal geschafft. Im Segment der Magazine kocht sie also in der Tat momentan am besten.

Auf der Webseite könnt ihr euch noch weiter über "Mutti" informieren.

Habt ihr das Magazin zufällig auch schon gelesen? Wenn ja, wie fandet ihr es denn?